Luthers Sterbehaus
UNESCO Weltkulturerbe
Luthers letzter Weg in der Lutherstadt Eisleben
Das Sterbehaus Martin Luthers in Eisleben ist ein Ort des Abschieds, der Erinnerung und der Auseinandersetzung mit Glauben und Leben. Im Februar 1546 endete hier das Leben des Reformators nach einer von Versöhnung geprägten Reise. Heute lädt das Museum am Andreaskirchplatz dazu ein, Luthers letzte Tage nachzuvollziehen und in die bewegte Zeit der Reformation einzutauchen – lebendig vermittelt durch historische Ausstellungen und interaktive Angebote.
Luthers letzter Weg
Martin Luthers letztes Werk war ein Werk der Versöhnung:
Im Januar 1546 folgte er dem Ruf der Mansfelder Grafen, um ihre Streitigkeiten zu schlichten. Auf seiner Reise in das Mansfelder Land kehrte er in die Region seiner Kindheit zurück. Er wohnte im Haus des Hüttenmeisters Dr. Philipp Drachstedt am Markt 56 – und hier, in Eisleben, starb der Reformator am 18. Februar 1546.
Heute erinnert das Museum Luthers Sterbehaus am Andreaskirchplatz an diese bewegenden Tage. Das Gebäude, in dem sich das Museum befindet, gilt seit 1726 als Luthers Sterbehaus. Der preußische Staat erwarb es im 19. Jahrhundert und richtete eine Gedenkstätte ein. Das ursprüngliche Haus am Markt 56 wurde bereits im 16. Jahrhundert abgerissen.
Sterben damals und heute
Die Ausstellung „Luthers letzter Weg“ begleitet Sie auf Luthers letzter Reise und zeigt, wie die Reformation unseren Blick auf das Sterben verändert hat. Sie erfahren, wer in seinen letzten Stunden bei ihm war und wie Luther selbst mit dem Thema Tod umging – als Trauernder, Tröster und Theologe. Die Ausstellung schlägt den Bogen von damals bis heute: Wie wurde Sterben im 16. Jahrhundert verstanden, und wie gehen wir heute damit um? Ein anspruchsvolles Thema, das unser Museum leicht und anregend vermittelt. Neben den inszenierten Sterberäumen erwarten Sie überraschende Exponate – darunter sogar ein Stachelschwein. Ein besonderes Highlight ist das originale Bahrtuch, das 1546 Luthers Sarg auf dem Weg von der Andreaskirche in Eisleben nach Wittenberg bedeckte.
Sonderausstellung
1525! Aufstand für Gerechtigkeyt
Erleben Sie die dramatische Zeit des Bauernkriegs von 1525 hautnah! Kirchen, Klöster und Burgen brannten, als die einfache Bevölkerung gegen ihre geistliche und weltliche Herrschaft aufbegehrte – auch in Mitteldeutschland. Die Ausstellung „1525! Aufstand für Gerechtigkeit“ in Eisleben und Mansfeld macht diese Umbruchszeit lebendig und interaktiv.
Warum kam es zum Bauernkrieg?
Die Ursachen des Bauernkriegs lagen in sozialer Ungleichheit, wirtschaftlicher Not und dem Einfluss der Reformation. In der Mitmachausstellung können Besucherinnen und Besucher die historischen Hintergründe auf spielerische Weise entdecken. Ein begehbares Spielbrett lädt dazu ein, in die Rollen von Fürsten, Äbtissinnen, Bürgerinnen oder „gemeinen Leuten“ zu schlüpfen und die Zeit unmittelbar vor dem Aufstand aus verschiedenen Perspektiven zu erleben.
Interaktiv Geschichte erleben
Wie hätten Sie sich entschieden? Welche Sorgen und Hoffnungen bewegten die Menschen im 16. Jahrhundert? Tauchen Sie in die Lebenswelten der damaligen Gesellschaft ein und erfahren, wie sich das Leben vor 500 Jahren von heute unterschied.
Vorträge, Konzerte, Workshops und Mitmachangebote ergänzen die Ausstellung und bieten die Möglichkeit, sich intensiv mit der Geschichte des Bauernkriegs auseinanderzusetzen. Ideal für Familien und alle, die Geschichte hautnah erleben möchten.
Öffnungszeiten und Kontakt
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10:00 – 17:00Uhr
Kontakt
Andreaskirchplatz 7, 06295 Lutherstadt Eisleben
Telefon: 03491 4203171
E-Mail: service@luthermuseen.de
Mehr Informationen unter
www.luthermuseen.de/museen/luthers-sterbehaus
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Kontakt
Tourist-Information Lutherstadt Eisleben
Markt 22 • 06295 Eisleben
Telefon: (03475) 60 21 24
E-Mail: info@eisleben-erleben.de





